Offene Küche mit angrenzendem Essbereich aus Holz, kombiniert mit modernen Küchenelementen
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„Industrial trifft Altbaucharme“ – Einblicke in Lisa & Florians Herzensprojekt

Mit viel Liebe und klarer Linie sanieren Lisa & Florian ihr Familienerbe – und setzen in ihrer Nolte-Küche auf Stil und Funktionalität.

Lisa & Florian (altstadthaus1818) haben etwas geschafft, wovon viele träumen: Ein historisches Stadthaus von 1818 liebevoll zu sanieren und dabei den Charme vergangener Zeiten mit modernem Wohngefühl zu verbinden. Die Küche? Der Mittelpunkt ihres Zuhauses – gestaltet mit klaren Linien, natürlichen Materialien und viel Gespür für Funktionalität und Design. Black Green statt Schwarz oder Weiß, eine offene Balkendecke, Eichenparkett unter den Füßen und ein Quooker, der heiß geliebt wird. Hier lebt eine Familie mit klarer Haltung, viel Herz und einem Auge fürs Wesentliche.

Magst du dich kurz vorstellen? Wer steckt hinter diesem wunderschönen Zuhause?

Wir sind Lisa & Florian & wir wohnen mit unseren beiden Kindern Rosa & Bruno hier.

 

Erzähl uns doch mal mehr zu eurem Stadthaus. Wie seid ihr darauf gekommen ein Haus aus 1818 zu sanieren?

Das Haus hat Lisas Opa 1957 gekauft & sie ist darin aufgewachsen. Schon damals als Mehrgenerationenhaus mit Großeltern & Eltern, eine Etage war vermietet. Irgendwann kam uns dann die Idee, dass wir doch die Tradition weiterleben lassen könnten. So sind Lisas Eltern schon einmal in Hinblick auf ein altersgerechteres Wohnen vom dritten in den ersten Stock gezogen & wir sanieren & renovieren jetzt den dritten Stock & das Dachgeschoss für uns.

 

Gab es bei der Sanierung besondere Herausforderungen oder lief alles wie geplant?

Wie es im Altbau so ist lief natürlich nicht alles wie geplant. Da es in einem Fachwerkhaus, wie unseres eines ist, eigentlich innenliegend keine tragenden Wände gibt, haben wir eine mühevoll herausgebrochen. Wie sich herausstellte, waren die tragenden Balken irgendwann einmal entfernt worden und durch Steine ersetzt. Da wir diese nun abgerissen hatten, musste mit großem Aufwand ein 3,50m langer Stahlträger eingezogen werden.

Auch die Badsanierung wurde deutlich größer, als gedacht. Als Florian lediglich die Bodenfliesen abklopfen wollte bemerkten wir, dass der darunter liegende Estrich leicht wie Sand einfach mit den Händen herausgenommen werden konnte. Die alte Schüttung musste also komplett entfernt, ein neuer Zwischenboden zwischen den Balken sowie ein neuer Estrich eingezogen werden.

Wir sind mit dem dritten Stockwerk komplett fertig & bewohnen dieses. Im Dachgeschoss muss noch komplett renoviert werden. D.h. das Bad wird komplett erneuert, sämtliche Böden neu verlegt, Wände neu verputzt bzw. tapeziert, aus der ehemaligen Küche soll ein Gästezimmer werden und aus zwei kleinen Fenstern muss ein großes Fenster werden, das ist die Auflage vom Brandschutzbeauftragten der Stadt. Außerdem möchten wir im momentanen Wohnzimmer die Decke zum Giebel hin öffnen. Es bleibt also spannend & es liegt noch einiges an Arbeit vor uns.

 

Gab es bei der Planung oder Sanierung einen besonderen Moment oder eine Herausforderung, an die du dich heute noch erinnerst?

Da gab es mehrere Momente. Der Einbau des Stahlträgers war einer davon oder aber auch, als wir entschieden, die Balkendecke in der Küche freizulegen und den alten Zwischenboden zu entfernen.

 

Woher nimmst du deine Inspiration für die Gestaltung eures Hauses? Gibt es bestimmte Stile oder Persönlichkeiten, die dich beeinflussen?

Lisa stöbert gerne auf Instagram & Pinterest oder blättert auch mal durch Einrichtungsmagazine. Wir sind beide sehr gerne in den Bergen unterwegs und mögen den alpenländischen Baustil. Holzelemente modern verbunden mit Schwarz oder Stahl gefallen uns.

 

Wie würdest du deinen Haus- und Einrichtungsstil beschreiben?

Industrial meets Altbau vielleicht *lacht. Wir würden sagen minimalistisch trifft gemütlichen Altbaucharme.

 

Spiegelt dein Charakter deine Einrichtung wider?

Definitiv. Wir sind beide sehr geradlinig. Unnötigen Krimskrams sucht man bei uns vergeblich.

Wie kam es dazu, dass ihr euch für eine dunkle Küche von Nolte entschieden habt?
Momentan gibt es gefühlt ja nur schwarze oder weiße Küchen zu sehen. Schwarz war uns jedoch zu dunkel & weiß zu hart zu unseren weichen Holztönen. Als wir in einer Küchenausstellung dann mal das Black Green gesehen haben wussten wir sofort „das ist es!“.

Habt ihr eure Küche selbst geplant oder planen lassen?
Beides. Wir sind mit sehr konkreten Vorstellungen ins Küchenstudio und haben die Küche in mehreren Beratungsterminen zusammengestellt.

Was hat euch besonders an der grifflosen Küche überzeugt? Gab es dafür einen bestimmten Grund?
Das klare, schnörkellose Design und dass man die Fronten deutlich besser reinigen kann.

Die beleuchteten Griffspuren sind ein echter Hingucker – wie wichtig ist dir die richtige Beleuchtung in der Küche?
Die richtige Be- und Ausleuchtung ist in der Küche das A&O und unverzichtbar. Nichts schlimmeres als wenn man nicht sieht, was man kocht. Durch die beleuchtete Griffspur hat man zudem eine wunderbare indirekte Lichtquelle, welche wir v.a. am Abend super gerne nutzen.

Gibt es eine Funktion in eurer Küche, die für dich unverzichtbar ist?
Der Quooker wird hier heiß & innig geliebt.

Was waren drei Must-haves, die unbedingt in deine Küche mussten?
Schubladen! Ein flächenbündiges, großes Kochfeld und viel Arbeitsfläche.

Stand für euch bei der Küchenplanung eher das Design oder die Funktionalität im Vordergrund – oder habt ihr einen guten Kompromiss gefunden?
Die Funktionalität stand im Vordergrund, allerdings immer gepaart mit der Optik. So war uns zB klar, dass es nur Schubladen geben sollte, wir haben uns aus optischen Gründen dafür entschieden, dass alle dasselbe Maß haben und es so einen harmonische Wirkung aufs Auge hat.

Ist die die Inneneinrichtung genauso wichtig wie die äußere Optik?

Um Ordnung zu schaffen definitiv. Es hilft ja keinem, wenn es von außen ordentlich ist aber drinnen fliegt einem alles um die Ohren. Ein passender Besteckeinsatz zB hilft hier sehr.
Deine Küche wirkt super aufgeräumt – hast du praktische Tipps zur Organisation und Stauraumnutzung?
Genau überlegen, wo was gebraucht wird oder wie die Arbeitswege sind. Auch innerhalb von Schubladen oder Schränken Boxen o.ä. um Kleinteile zusammen aufzubewahren.

Was sind deine drei besten Haushaltstipps, die den Alltag leichter machen?
ALLES hat seinen festen Platz im Haus. So kann es nach der Benutzung direkt wieder weggeräumt werden, ohne dass man lange überlegen muss, wo man es jetzt hinpackt. Das wäre auch schon der nächste Tipp: direkt wieder wegräumen. Das spart Zeit & man hat nicht den Berg vor sich, bei dem man nicht mehr weiß, womit man anfangen soll & bei dem einem dann tatsächlich schlichtweg die Zeit zum aufräumen fehlt. Und schon der Spruch „ Nie leer laufen“ findet hier ganz häufig, wenn nicht immer, statt. D.h. wenn man von der Küche ins Kinderzimmer läuft nimmt man auf diesem Weg einfach gleich wieder Sachen mit, die dorthin müssen.

Wie wichtig ist euch die Küche und was bedeutet für dich „das Leben in der Küche“?
Bei uns spielt sich ein Großteil des Lebens in der Küche ab, da hier auch unser großer Esstisch steht. Wir lieben es beide sehr zu kochen & dann gemeinsam zu essen, daher war uns die Gestaltung dieses Raumes sehr wichtig.

Welcher Platz in deinem Zuhause ist dein Liebster und warum?
Momentan ist das tatsächlich die Küche, da sie durch die Holzbalkendecke, das Eichenparkett, den schönen Essplatz & die tolle Küche sehr zum Verweilen einlädt. Aber natürlich ist auch unser kleines Wellnesszimmer mit der Sauna einer unserer Lieblingsplätze, da er Erholung pur verspricht.

Wenn du etwas an eurer Küche oder dem Haus noch ändern könntest – was wäre das?
In der Küche würden wir noch zwei Spots mehr installieren & am Haus hätten wir eigentlich gerne die beiden Etagen als eine Wohneinheit zusammen gelegt, das wurde uns aus Brandschutzgründen leider untersagt.

Was ist dein ultimativer Tipp für alle, die gerade eine Küche planen oder ein Haus sanieren?
Nehmt euch Zeit für die Planung & Visualisierung, sprecht mit anderen, die gerade bauen oder sanieren, schaut euch um. Man muss nicht alle Fehler selbst machen ;-)
Und überlegt, was euch am Wichtigsten ist & plant da herum dann euer Budget. Sprich wenn es der Echtholz-Eichenparkett sein soll, vielleicht reichen dafür günstigere Lampen. Oder gibt es woanders Kompromisse, die nicht weh tun.

Wenn du euer Zuhause mit drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das?
Gemütlich, geräumig, harmonisch
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